»DER MENSCH IST WIE DER BAUM DES FELDES«
Das jüdische Neujahrsfest der Bäume im Februar gilt als kleiner jüdischer Feiertag, an dem man traditionell Bäume pflanzt. Hinzu kommt als weiterer Brauch, dass man an diesem Tag eine Frucht essen soll, die man in diesem Jahr noch nicht verzehrt hat. Manche schaffen es sogar, an diesem Tag 50 verschiedene Sorten von Früchten zu essen. So sieht man also rund um Tu Bischwat auch in den Jüdischen Schulen besonders oft den Einen oder die Andere Datteln aus Israel verzehren.
Tu Bischwat zeigt aber auch das Ende des Winters an und symbolisiert das Blühen Israels, seine Besiedlung, die Schönheit der Natur und die Früchte, die seine Erde hervorbringt. Anknüpfend an die Schönheit der Natur thematisiert unsere Schule seit vielen Jahren anlässlich von Tu Bischwat in verschiedenen Unterrichtsfächern besonders den Schutz der Umwelt und den ressourcenschonenden Umgang mit ihr. Auf der Grundlage des schulinternen Curriculums obliegt es den Lehrerinnen und Lehrern der 5. bis 7. Jahrgangsstufen, sich ausführlich gerade mit diesen Themen rund um Tu Bischwat zu beschäftigen. So hat beispielweise jeder Schüler und jede Schülerin der Klasse 6 einen eigenen Flaschengarten angelegt, in dem nun zum Beispiel demnächst Usambaraveilchen blühen werden. Diese Beschäftigung mit der Natur und dem kommenden Frühling setzte die Klasse dann in der Botanikschule des Botanischen Gartens fort, indem sie sich vor allem mit den Blumen beschäftigten, diese bestimmten und zeichneten.
Die fünften Klassen führte ihre Exkursion zur »Ökoinsel« des Freizeit- und Erholungszentrums (FEZ) in der Wuhlheide, wo sie die Klimazone der Subtropen kennenlernten und in kleiner Gruppen das Sukkulentengewächshaus und das Tropengewächshaus erforschten und u.a. Pflänzchen eintopften. Zurück in der Schule war die Überraschung groß, als Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs berichteten, dass die Pflänzchen, die sie damals in der fünften Klasse im FEZ eingepflanzt haben, nun schon richtige kleine Dattelpalmen sind.

