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17.03.2026

Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ist Präsidentin der Rabbinical Assembly

17.03.2026

Mit der Amtseinführung von Gesa Ederberg steht erstmals eine Europäerin an der Spitze der Vereinigung von weltweit 1700 RabbinerInnen

Berlin, 17.03.2026 – Anlässlich der Wahl der Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gesa Ederberg, zur Präsidentin der International Rabbinical Assembly of Conservative/Masorti Rabbis findet am 17. März um 18.30 Uhr im Jüdischen Gemeindehaus ein Festakt zur Amtseinführung statt. Die vor 125 Jahren gegründete Rabbinical Assembly vereint rund 1.700 konservative/Masorti-Rabbinerinnen und Rabbiner aus aller Welt. Mit der Wahl von Rabbinerin Ederberg übernimmt für die kommenden zwei Jahre erstmals eine Europäerin dieses bedeutende Amt.

Zur Amtseinführung von Rabbinerin Ederberg erklärte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe: „Wir gratulieren Rabbinerin Ederberg ganz herzlich zu ihrer neuen Aufgabe. Ich bin stolz darauf, dass wir mit der Anstellung von Rabbinerin Ederberg im Jahre 2007 die erste deutsche Gemeinde waren – und bis heute sind – in der orthodoxe, liberale und Masorti-Rabbiner und Rabbinerinnen gleichberechtigt zusammenarbeiten. Dieser Pluralismus macht deutlich, dass in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin alle jüdischen Menschen ein Zuhause finden, ganz gleich welchen Ritus sie praktizieren.“

„Es ist mir eine große Ehre, als Präsidentin der Rabbinical Assembly zu dienen“, erklärte Rabbinerin Ederberg. „Diese Rolle ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern auch eine Anerkennung der lebendigen und wachsenden jüdischen Gemeindestrukturen in ganz Europa. Ich freue mich darauf, mit Kollegen auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, um unsere gemeinsame Vision voranzubringen.“

Festakt zur Amtseinführung im Jüdischen Gemeindehaus Fasanenstraße

Die rund 250 geladenen Gäste aus Politik, Kultur, Verbänden und Kirchenvertretern sowie rund 50 Rabbinerinnen und Rabbiner werden begrüßt durch den Vorsitzendenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe. Unter den Ehrengästen finden sich Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow, der evangelische Landesbischof Dr. Christian Stäblein, der tschechische Botschafter Jiří Čistecký und der Geschäftsträger der US-Botschaft, Alan Meltzer.

Grußworte halten u.a. Prof. Charlotte Fonrobert von der Stanford University und Rabbi Jacob Blumenthal, CEO United Synagogue of Conservative Judaism. Die Veranstaltung moderiert Deidre Berger, Vorsitzende von Masorti Deutschland. Der Abend wird musikalisch gestaltet von Rebecca Herman und Yoed Sorek sowie dem Gesangsensemble des Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn. 

Gesa Ederberg ist seit über 20 Jahren aktives Mitglied der Rabbinical Assembly und leitete schon 1995, noch als Studentin der Judaistik, die Gottesdienste des egalitäreren Minjans in der Oranienburger Straße. Nach ihrem Rabbinatsstudium in Jerusalem, das sie 2002 abschloss, gründete Gesa Ederberg mit anderen zusammen Masorti e.V.. Innerhalb des Judentums ist Masorti eine Strömung, die religiöse Traditionen bewahrt und gleichzeitig zeitgemäße Werte integriert. 2007 wurde Ederberg vom Gemeindevorsitzenden Dr. Joffe zur Rabbinerin der Synagoge Oranienburger Straße berufen – und ist damit nach Regina Jonas die zweite Rabbinerin, die in diesem Haus wirkt.

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