60 Jahre deutsch-israelische Beziehungen
Die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel feiern in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Vor 60 Jahren, am 12. Mai 1965, nahmen Israel und die Bundesrepublik diplomatische Beziehungen auf.
Ein erster Grundstein wurde am 10. September 1952 durch das Luxemburger Abkommen gelegt, in dem die Bundesrepublik Verantwortung für das Menschheitsverbrechen der Schoa übernahm und sich zur Zahlung von Entschädigungsleistungen verpflichtete.
Am 14. März 1960 trafen mit Konrad Adenauer und David Ben-Gurion dann erstmals ein deutscher Bundeskanzler und ein israelischer Ministerpräsident zusammen. Am 12. Mai 1965 schließlich vereinbarten Bundeskanzler Ludwig Erhard und der israelische Ministerpräsident Levi Eschkol die Aufnahme diplomatischer Beziehungen.
So bedeutend die politische Weitsicht der Politiker war, die tiefe Freundschaft zwischen beiden Ländern ist zuallererst das Werk vieler engagierter Menschen in Deutschland und Israel auf allen Ebenen der Zivilgesellschaft – durch Jugendaustausch, Kultur – und Wissenschaftsaustausch, sportliche Begegnungen oder Städtepartnerschaften. Es wurden über die Jahrzehnte zunehmend Partnerorganisationen gegründet, Abkommen geschlossen und Kooperationen in vielen Bereichen etabliert.
Um 60 Jahre der Freundschaft zu würdigen, werden die Bundesregierung sowie Städte, Kommunen und zivilgesellschaftliche Initiativen dieses besondere Jubiläum über das ganze Jahr hinweg mit einer Vielfalt an Aktivitäten in Deutschland und Israel feiern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der jungen Zivilgesellschaft, denn 2025 markiert gleichzeitig das 70. Jubiläum des Deutsch-Israelischen Jugendaustausches.