29.09.2026 / 19. Tishri 5787
01.05.2024

Jüdische Gemeinde bringt traumatisierte israelische Kinder nach Berlin

01.05.2024

In der Woche vor Pessach, unmittelbar nach dem Raketen- und Drohnenangriff des Irans auf Israel, hat auf Einladung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin eine Gruppe von 20 israelischen Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 16 Jahren, die seit dem 7. Oktober traumatisiert sind und durch den Krieg gegen die Hamas zum Teil engste Familienangehörige verloren haben, eine Woche in Berlin verbracht. Das sportliche und kulturelle Begleitprogramm hat der jüdische Sportverein TuS Makkabi Berlin gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde organisiert. Mithilfe weiterer namhafter Kooperationspartner und Ihrer Spenden haben wir den Kindern zu einem unvergesslichen Aufenthalt mit vielen positiven Erlebnissen in unserem schönen Berlin verholfen, damit sie sich von dem dramatischen Kriegsalltag ablenken und so hoffentlich ihre traumatischen Erlebnisse leichter verarbeiten oder gar vergessen können.

Auf der Willkommensveranstaltung in unserer Heinz-Galinski-Grundschule (HGS) begrüßte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe, die Kinder herzlich: »Heute haben wir Familienmitglieder aus Israel eingeladen, die gerade schwierige Zeiten erleben. Wir denken jeden Tag an sie – und würden am liebsten allen helfen.« Leider sei dies nicht möglich, aber: »Ich hoffe, dass eure Sorgen in diesen Tagen etwas in den Hintergrund gedrängt werden können. Denn Kinder sind die Opfergruppe, die am meisten unter dem Krieg zu leiden hat durch den alltäglichen Stress, durch die Bilder, durch die Nervosität der Eltern. Das bekommen sie alles jeden Tag hautnah mit«, so Dr. Joffe weiter. Der Gemeindevorsitzende sprach ferner die Hoffnung aus, »dass muslimische Verbände ebenfalls Kinder einladen aus Kriegsgebieten und ihnen mal einfach entspannte Tage ermöglichen, abseits von jeder Politik, von jedem Stress, dass sie einfach nur Kinder und Jugendliche sein können«.

In der HGS wurde die Gruppe von den dortigen Schülern mit einem musikalischen Programm begrüßt und erhielt kleine Geschenke. Dort standen auch die Mit-Initiatoren Michael Koblenz, Sportvorstand TuS Makkabi Berlin und aus Israel Adi Rubinstein, Journalist (Israel Hayom,) sowie einzelne Familien und Begleitpersonen als Gesprächspartner zur Verfügung, um über ihre persönliche Situation und die aktuelle Lage in Israel zu berichten.
 Bundestagspräsidentin und Knesset-Präsident besuchen gemeinsam die Jüdische Gemeinde.

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