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01.02.2022

Innensenatorin stellt Kampagne „Das ist Antisemitismus“ vor

01.02.2022

Berlins Innensenatorin Iris Spranger hat am 10. Januar vor dem Alten Stadthaus unter dem Motto »Hinsehen, Erkennen und Handeln« die Kampagne »Das ist Antisemitismus« vorgestellt. Diese richtet sich bewusst nicht an Betroffene, sondern an Zeuginnen und Zeugen antisemitischer Vorfälle. Antisemitismus ist oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen, in vielen Fällen werden Vorfälle weder angezeigt noch dokumentiert. Entsprechend groß ist das Dunkelfeld. Die Kampagne ruft anhand von vier vermeintlich alltäglichen Szenen dazu auf, auf Antisemitismus in jeder Form zu achten und Vorfälle zu melden.

Innensenatorin Spranger sagte anlässlich der Vorstellung der Kampagne: »Jede Berlinerin und jeder Berliner kann auf Vorfälle achten, sie benennen, den Betroffenen zur Seite stehen, den Berliner Register- und Meldestellen mitteilen und antisemitische Gewalt zur Anzeige bringen. Gemeinsam können wir so Antisemitismus zielgerichteter bekämpfen.«

Die Kampagne soll für verschiedene Ausprägungen des Antisemitismus sensibilisieren. Dies wäre ein erster, wichtiger Schritt, denn Sensibilität schärft Aufmerksamkeit und wer aufmerksam ist, schaut hin, lässt Antisemitismus nicht ohne weiteres geschehen und stärkt somit die dessen Bekämpfung.  Gleichzeitig setzt die Kampagne ein starkes Zeichen für Toleranz und Vielfalt. Karl Popper hätte sinngemäß gesagt: »Keine Toleranz der Intoleranz!«, so Sigmount A. Königsberg, Beauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gegen Antisemitismus und Mitglied des Fachbeirats.

Die Kampagne wurde von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus anderen Verwaltungen und der Zivilgesellschaft entwickelt. Ein Fachbeirat aus der jüdischen Community hat die Konzeptionierung mit viel Expertise und Engagement unterstützt. Die Kampagne wird mit Plakaten, bewegten Bildern und Postkarten in der Stadt zu sehen sein. Darüber hinaus sind Materialien für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit in Arbeit.

Mehr Informationen unter: berlin.de/gegen-gewalt

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