Die Jüdische Gemeinde zu Berlin K.d.ö.R., war seit jeher Sachwalterin auch liberaler jüdischer Positionen. So finden sich schon immer unter dem Dach der Jüdischen Gemeinde zu Berlin K.d.ö.R., progressive, konservative und orthodoxe Synagogen, die autonom über ihren Brauch entscheiden können. In der Tat ist heute die Mehrheit der Gemeindesynagogen nicht-orthodox.
Die Unterzeichner, langjährige liberale und konservative Rabbiner, eine Rabbinerin und Kantoren der Jüdischen Gemeinde zu Berlin K.d.ö.R., können ungehindert und unterstützt durch die Jüdische Gemeinde ihre Arbeit in einem progressiven/konservativen Sinn wahrnehmen. Wir sehen deshalb, mit der Übernahme der Rabbinerausbildung in Potsdam durch die Jüdische Gemeinde zu Berlin K.d.ö.R., die Forderung der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschlands, die Rabbinerausbildung in eine institutionelle Trägerschaft zu überführen, als erfüllt an. Auch haben wir keinen Zweifel daran, dass die liberalen und konservativen Interessen der Rabbinerausbildung gewahrt sind. Die Neubesetzung der Aufsichtsgremien sollte zeitnah erfolgen.
Wir rufen deshalb den Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R. auf, zum Wohle der Rabbinerausbildung in Potsdam, mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin K.d.ö.R., zusammenzuarbeiten, um so schnellstmöglich wieder eine ruhige Ausbildung gewährleisten zu können.
Kantor Isidoro Abramowicz
Synagoge Pestalozzistraße, Berlin
Leiter der Kantorenausbildung am AGK
Rabbinerin Gesa Ederberg
Synagoge Oranienburger Straße, Berlin
Kantor Jochen Fahlenkamp
Synagoge Rykestraße, Berlin
Rabbiner Jonah Sievers
Synagoge Pestalozzistraße, Berlin
Leiter der Kultusabteilung der JGzB
Kantor Simon Zkorenblut
Synagoge Fraenkelufer, Berlin
Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama
Synagoge Sukkat Schalom, Berlin
Rabbiner Boris Ronis
Synagoge Rykestraße, Berlin