29.09.2026 / 18. Tishri 5787
01.05.2025

Das Jugendzentrum…

01.05.2025

– mehr als nur ein Ort für Jugendliche

Im Jugendzentrum passiert derzeit viel – und das in ganz unterschiedlichen Bereichen. Neben dem regulären Programm mit Gruppenstunden, Ferienplanung, Einzelgesprächen und Betreuung entwickeln wir aktuell neue Angebote, Strukturen und Formate, die weit über den klassischen Jugendbereich hinausreichen. Einige richten sich an Studierende, andere an junge Familien, und viele entstehen gerade ganz frisch – mit viel Engagement und Begeisterung.

Jewrovision. Ein großes Thema ist natürlich die Jewrovision, die im Juni, dieses Jahr in Dortmund, stattfindet. Seit März trainieren 45 Kinder und Jugendliche regelmäßig für ihren Auftritt – zweimal pro Woche, mit viel Energie, Ausdauer und Vorfreude. Die gesamte Show – von der Choreografie über Musik und Gestaltung bis hin zum Gesamtkonzept – wird wie jedes Jahr ehrenamtlich vom Juze-Team und engagierten jungen Erwachsenen auf die Beine gestellt. Die Jugendlichen bringen sich dabei ein, wachsen als Gruppe zusammen und erleben, wie viel Kraft in so einem gemeinschaftlichen Projekt steckt.

JSB. Parallel dazu entsteht gerade ein neuer Studierendenverband. Unter dem Namen JSB – Jüdische Studenten Berlin arbeiten junge Erwachsene an einer Plattform für jüdisches Leben zwischen 18 und 35. Die Satzung steht, erste Veranstaltungen sind in Planung, und auch bundesweit ist die Berliner Initiative bereits vernetzt. Das Ziel: einen Raum schaffen für Eigenverantwortung, Austausch, Sichtbarkeit und die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen jüdischer Gegenwart auseinanderzusetzen – gemeinsam, offen und selbstbestimmt.

ImmaLe. Neu im Programm ist auch ImmaLe – Jüdisch von Anfang an, ein Kurs für Mütter mit Babys im ersten Lebensjahr. Der Kurs startet am 29. April und findet anschließend immer dienstags von 10:00 bis 11:30 Uhr im Jugendzentrum statt. Eingeladen sind Mütter mit Babys von 0 bis 12 Monaten. In kleiner, geschützter Runde geht es um Austausch im Alltag mit Baby, um Verbindung untereinander – und um erste jüdische Lieder, Rituale und Impulse. ImmaLe möchte Raum geben für das, was gerade ist: Fragen, Müdigkeit, Neugier, neue Rollen. Und bietet gleichzeitig einen sanften Einstieg in gelebtes jüdisches Familienleben von Anfang an.

Auch die Familien-Schabbatot laufen weiter und werden mit großer Freude angenommen. Im Mai stehen drei Termine auf dem Programm:
Freitag, 16. Mai
– Synagoge Pestalozzistraße, 17.30–19 Uhr
– Synagoge Rykestraße, Lag-BaOmer-Familien-
Schabbat, 16–19 Uhr
Freitag, 24. Mai
– Synagoge Joachimsthaler Straße
Die Familien-Schabbatot richten sich an Familien mit kleinen und größeren Kindern. Sie verbinden Musik, Geschichten und Schabbat-Feeling mit einer offenen Atmosphäre und laden dazu ein, einfach dazuzukommen – egal, wie vertraut man mit jüdischen Ritualen ist.

Was gerade passiert, ist vielfältig – und geht über Altersgrenzen hinaus. Das Jugendzentrum zeigt sich als Ort für viele Lebensphasen: als Raum für Begegnung, Entwicklung, Ausprobieren, Rückhalt. Und vielleicht ist das genau das, was jüdisches Leben in Berlin heute braucht.

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#BerlinTraegtDavidstern.