30.09.2026 / 19. Tishri 5787
02.01.2024

17. Charity Dinner mit Verleihung des Preises für Zivilcourage

02.01.2024

Am 24. November fand im Berliner Hotel Adlon das 17. Charity-Dinner statt. Unter dem Motto »Nie aufhören anzufangen! Ein Zeichen setzen gegen Rechts!« unterstützte die Veranstaltung die »Raum der Namen«-Spendenkampagne des Holocaust-Denkmals. In der anschließenden Preisverleihung ehrten der Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. und die Jüdische Gemeinde zu Berlin, vertreten durch ihren Vorsitzenden, Dr. Gideon Joffe, die Lehrkräfte Laura Nickel und Max Teske aus Burg sowie Pfarrer Lukas Pellio aus Spremberg für ihr mutiges Engagement gegen Rechtsextremismus und die erfolgreiche Gründung des Bündnisses »Schule für mehr Demokratie« mit dem »Preis für Zivilcourage – Gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus«.

Zu den Gästen des Abends zählten unter anderem der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages. und über 95 geladene Personen aus Wirtschaft, Politik und Kultur wie die Moderatorin Anne Will und die Filmregisseurin Mo Asumang.  In ihrer Rede an die Gäste hob die Vorsitzende des Förderkreises Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V, Lea Rosh, die Bedeutung der jüngsten Resolution des Bundestages hervor: »Die Verabschiedung einer Resolution durch den Bundestag zum Schutz jüdischer Gemeinschaften hat mir Mut gespendet. Es ist eine wunderbare Botschaft in finsteren Zeiten und unterstreicht die Notwendigkeit, jüdisches Leben in Deutschland zu schützen.«
Dazu tragen auch die Preisträger des Abends bei: Im Sommer dieses Jahres haben die Lehrer Laura Nickel und Max Teske zusammen mit Pfarrer Pellio durch die Gründung ihres Bündnisses »Schule für mehr Demokratie« ein bundesweites Beispiel geschaffen, das andere Lehrkräfte dazu ermutigen soll, gegen Repressionen aufzustehen. Ihr mutiger Widerstand gegen rechtsextreme Vorfälle an ihrer Schule löste eine weitreichende, bundesweite Debatte aus.
»Der Einsatz gegen Rechtsextremismus ist essentiell«, betonte Max Teske, und Laura Nickel appellierte an die Politik, »dass Ignorieren keine Lösung ist. Eine entschiedene und klare Haltung gegen Rechtsextremismus ist unerlässlich.«  Die Lehrer wollen das Preisgeld von 4.000 Euro auch unter anderem für die Einrichtung eines Hilfetelefons, das ab Januar 2024 aktiv sein soll, einsetzen, da es derzeit an adäquaten Ansprechpartnern für Betroffene mangelt. Das Hilfetelefon soll diese Lücke schließen und diejenigen unterstützen. die von Rechtsextremismus betroffen sind. 

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#BerlinTraegtDavidstern.