19.06.2026 / 4. Tammuz 5786

Sukkat Schalom (Herbartstraße)

Herbartstraße 26
14057 Berlin

liberal mit Chor und Orgel

Im Leo-Baeck-Altenwohnheim an der Herbartstraße befindet sich die von Hans Wolff-Grohmann entworfene, 1981 eingeweihte liberale Synagoge, die im Eingangsbereich Säulen aus einer zerstören Berliner Synagoge enthält. Überliefert wird, es handele sich um Säulen des Gotteshauses in der Oranienburger Straße.

Vor den Hohen Feiertagen 2013 zog die Synagogengemeinde Sukkat Schalom vom ehemaligen Chaplain Center am Hüttenweg in die Synagoge Herbartstraße 26. Der Standortwechsel war notwendig geworden, da der Bezirk Zehlendorf dem Hauptmieter der Liegenschaft gekündigt hatte und somit die Zukunft der dort beheimateten Synagoge ungewiss war. 

In der Synagoge Sukkat Schalom finden wöchentlich Gottesdienste nach egalitär-reformiertem Ritus statt. Das Reformjudentum hat in Berlin eine lange Tradition. Wir folgen der 1855 gegründeten und seinerzeit laufend von der Jüdischen Vorkriegsgemeinde subventionierten Reformsynagoge in der Johannisstraße in Berlin, die schließlich 1939 von den Nazis geschlossen wurde.

Die Synagogengemeinde Sukkat Schalom ist die größte reform-egalitäre Gemeinde im Raum Berlin-Brandenburg. Wir tragen als institutionelle Synagoge der Jüdischen Gemeinde zu Berlin dazu bei, den Facettenreichtum der größten jüdischen Gemeinde Deutschlands zu erweitern.

Geleitet werden diese Gottesdienste von Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, dem Sohn des berühmten Oberkantors Estrongo Nachama, sowie von der Kantorin Esther Hirsch. 

Der hier entstandene Komplex des Jeanette-Wolff-Seniorenzentrums und des Leo-Baeck-Altenwohnheims wurde 1981 eingeweiht. Die Berliner SPD-Politikerin Jeanette Wolff (1888- 1976), eine Überlebende der Shoa, gehört zu den Frauen der ersten Stunde beim Aufbau der Jüdischen Gemeinde. Sie war Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und des Deutschen Bundestages, Stadtälteste, Vorkämpferin der liberalen Jüdischen Einheitsgemeinde nach dem Krieg und sozial engagiert in der Zentralen Wohlfahrtstelle der Jüdischen Gemeinde. 

Der Rabbiner und Philosoph Leo Baeck (1873-1956) war seit 1912 in der Berliner Jüdischen Gemeinde tätig, hoch angesehen als geistiger Führer und bis 1942 tätig an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums; 1933 wurde er Präsident der Reichsvertretung der deutschen Juden. Nach seiner Befreiung aus dem KZ Theresienstadt lebte er in London. 

Quelle: „Jüdische Orte in Berlin“, Andreas Nachama/Ulrich Eckhardt copyright by Nicolai Verlag
 

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Sommer
Abendgottesdienste Freitag: 19 Uhr, Morgengottesdienste Samstag: 10 Uhr
Winter
Abendgottesdienste Freitag: 19 Uhr, Morgengottesdienste Samstag: 10 Uhr

Aktuelle Gottesdienste und Veranstaltungen

G`ttesdienst Herbartstraße 26

(Sukkat Schalom) reform-egalitärer Ritus Fr 19 Uhr | Sa 10 Uhr

G`ttesdienst Herbartstraße 26

(Sukkat Schalom) reform-egalitärer Ritus Fr 19 Uhr | Sa 10 Uhr