Mikwe (hebr. zusammenfließen) bezeichnet sowohl das Gebäude für das rituelle Tauchbad in einer jüdischen Gemeinde als auch dieses Tauchbad selbst.
Der Bau der Mikwe und Menge und Herkunft des Wassers sind genau geregelt. So muss die Mikwe mindestens 750 l Wasser natürlicher Herkunft, also Regen-, Schnee-, Eis-, Fluss-, See- oder Meerwasser, enthalten, weshalb sie oft auf dem Niveau des Grundwassers angelegt wird.
Der Zweck der Mikwe ist nicht das Erlangen hygienischer, sondern allein das ritueller Reinheit. Als rituell unrein gilt nach jüdischer Tradition zum Beispiel Blut oder das Berühren von Toten. Die körperliche Reinheit hängt untrennbar mit der geistigen Reinheit zusammen.
Daher tauchen Personen, die mit Tod oder Toten zu tun hatten oder Frauen nach der Monatsblutung, da durch die Nichtbefruchtung der Tod der Eizelle folgt, in die Mikwe.
Um eine erfolgreiche rituelle Reinigung durchführen zu können, darf nichts Fremdes am Körper vorhanden sein. Den vollständigen Kontakt des reinen Wassers mit dem Körper darf nichts verhindern, so ist z. B. Schmuck, Lippenstift, Nagellack und jegliche Art von Bekleidung vor dem Baden abzulegen. Es muss auch darauf geachtet werden, dass der gesamte Körper mitsamt den Haaren untergetaucht wird. Den Vorgang des vollständigen Untertauchens bezeichnet man mit Twila.
Die Jüdische Gemeinde zu Berlin hat eine Mikwe in der Synagoge Joachimstaler Straße und eine in der Oranienburger Straße.
Die Mikwe Joachimstaler Straße ist zurzeit wegen Umbaus geschlossen!
Der Besuch beider Mikwaot ist nur nach telefonischer Vereinbarung möglich.
Kontakt
Mikwe Oranienburger Straße
Oranienburger Str. 28 – 31
Berlin,
10117
Betreuerin
Frau Esther Kontarsky (0 30) 88 02 8-253
Mikwe Joachimstaler Straße
Joachimsthalerstraße 13
Berlin,
10719