26.07.2026 / 12. Av 5786
01.12.2018

Zentrale Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht in der Synagoge Rykestraße

01.12.2018

Am 9. November lud der Zentralrat der Juden in Deutschland zur Zentralen Gedenkveranstaltung in die Synagoge Rykestraße ein. Mit Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel nahmen die Spitzen des Staates sowie zahlreiche weitere hochrangige Politiker und prominente Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen und Gesellschaft an der Gedenkstunde teil. 

Die Begrüßungsrede hielt der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe. In seiner Rede (siehe Seite 8) regte Dr. Joffe an, dass die im Januar 2018 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Antisemitismusresolution für die 10. Klassen aller deutschen Schulen an jedem 9. November verbindliche Lektüre werden möge. Die Resolution sei eine wunderbare Ergänzung des Artikel 1 Grundgesetz.
Die Bundeskanzlerin bezeichnete in ihrer Rede die Erinnerung an die Novemberpogrome als eine beständige Aufgabe und warnte vor Judenhass in Deutschland. Sie forderte ein entschlossenes Vorgehen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung.
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, betonte in seiner Ansprache, dass die Kräfte, die Hass und Hetze verbreiteten, nicht noch mehr an Boden gewinnen dürften. Er nannte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die AfD, die als einzige im Bundestag vertretene Fraktion nicht zur Feier eingeladen war.
Musikalisch wurde die Veranstaltung von Kantor Isaak Sheffer, dem Synagogal Ensemble Berlin und dem Kinder- und Jugendchor der Synagoge Pestalozzistraße mit Orgelbegleitung gestaltet. Zudem wurde das Projekt des Leo Baeck Instituts »1938 Projekt – Posts from the Past« auf Videoleinwänden vorgestellt.

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