26.07.2026 / 12. Av 5786
01.02.2024

»Wir sind bei Euch« – Konzert für Israel

01.02.2024

Unter dem Motto »Wir sind bei Euch« veranstaltete die Jüdische Gemeinde zu Berlin am 20. Januar in der mit 1200 Gästen bis auf den letzten Platz besetzten Synagoge Rykestraße ein Solidaritäts-Konzert für Israel. Mit der Veranstaltung wollten alle Beteiligten an das Schicksal der Geiseln der Terror-Organisation Hamas erinnern, der Opfer des Überfalls gedenken und ein Zeichen gegen Antisemitismus und Israel-Feindlichkeit setzen.
Begrüßt wurden die Gäste vom Initiator des Abends, dem Journalisten und Medienberater Florian von Heintze, der eingangs zu einer Schweigeminute aufforderte.

Grußworte sprachen danach der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe, der sich herzlich beim Organisator des Konzerts, dem Intendanten der Jüdischen Kulturtage Berlin, Avi Toubiana, bedankte, sowie der Israelische Botschafter Ron Prosor. Stargast des von Schauspielerin Andrea Sawatzki mitfühlend moderierten Abends war der New Yorker Komponist und Pianist William Goldstein (81), der für seine Film-Kompositionen (u. a. für »Fame«) mehrfach Emmy- und Grammy-nominiert wurde. Weltweit einmalig sind seine »Instant Compositions«: Live-Improvisationen, bei denen er die Stimmung im Publikum aufnimmt und in Musik umsetzt – wie auch bei diesem bewegenden Konzert, als die Gesichter der entführten Geiseln auf die Bühne projiziert wurden. Begleitet wurde William Goldstein vom renommierten israelischen Dirigenten und Violinisten Guy Braunstein, der bereits mit 29 Jahren Erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker war. In den künstlerischen Austausch traten Goldstein und Braunstein an diesem Abend mit Hanna Korostelova, Balletttänzerin beim Mecklenburgischen Staatstheater.
Großes Mitgefühl rief der Augenzeugenbericht von Tlalit Kitzoni, einer Überlebenden des Massakers vom 7. Oktober, hervor. Sie erlebte den Hamas-Angriff auf ihren Kibbuz Kfar Aza und musste sich über viele Stunden im Sicherheitsraum ihrer Wohnung verstecken.

Alle beteiligten Künstler sind unentgeltlich aufgetreten. Die Einnahmen werden israelischen Hilfsprojekten gespendet.
Die Jüdische Gemeinde dankt den großzügigen Sponsoren und den vielen ideellen Förderern, deren finanzielle Hilfe und Hingabe maßgeblich dazu beigetragen haben, die Veranstaltung zu realisieren und damit ein Zeichen gegen Antisemitismus, für Israel und für jüdisches Leben in Deutschland zu setzen.

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