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01.06.2021

NEU: Die berlinHistory.app erschließt Orte jüdischen Lebens

01.06.2021

Seit dem 21. Februar 2019 ist sie am Netz, die berlinHistory-App. Mittlerweile die meistgenutzte und in den App-Stores bestbewertete App ihrer Art, ist sie auch die meist ausgezeichnete (Finalist beim Kindersoftwarepreis »Tommi«, beste deutsche Museumsapp beim »DigAMus-Award« der deutschen Museen und nominiert für den Grimme Online Preis 2021). Kostenlos und werbefrei kann sie jeder herunterladen und Tausende sogenannte »points of interest« zur Stadtgeschichte aufrufen. Alte Stadtansichten, Bildergalerien, Stadtspaziergänge, Filme, Zeitzeugenberichte, historische Karten, Luftbilder, Biografien, wichtige Ereignisse u.a.m. werden den historischen Schichten Berlins zugeordnet und können über verschiedene Suchfunktionen angesteuert werden. Täglich kommen weitere Einträge der über 80 Kooperationspartner oder des eigenen Teams dazu. Sogenannte Layer, – das sind Apps in der App, fassen die Fülle von Informationen zu einem Thema zusammen, wie z.B. die Orte des Widerstandes, der Opfer und der Stillen Helden, die Künstler*innen der friedlichen Revolution, 100 Orte der Geschichte der Berliner Mauer, die Orte der Revolution 1918/19, die überlebenden Autoren der Bücherverbrennung, die Orte der Spionage in Berlin, die Berliner Orgeln (mit Klangbeispielen) oder geführte Audio-Rundgänge durch die Stadtgeschichte u.a.m. Außerdem finden sich hier alle 3.500 Berliner Gedenktafeln.

Im Kontext des großen Projektes »321-1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« entsteht in der App gerade ein vielfältiges Kapitel zu jüdischem Leben in Berlin. Darin sind alle Berliner Gedenktafeln zu jüdischen Menschen und Orten, Biografien von Jüdinnen und Juden, die Berlin geprägt haben, Orte jüdischen Lebens, Interviews mit Überlebenden, Zeitzeugen, Politikern, Rabbinern und eine wachsende Reihe von Audio-Rundgängen zu jüdischen Themen enthalten. Aufgenommen werden auch andere Projekte zum Thema, wie z.B. der Audiorundgang »Ihr letzter Weg« von der Levetzowstraße zum Güterbahnhof Moabit oder Familiengeschichten der Verfolgung von »Denkmal am Ort«. Die jetzt zugängliche Startversion wird bis zum 9. November 2021 kontinuierlich ausgebaut.
Getragen wird das ambitionierte Projekt von einem gemeinnützigen Verein unter Leitung des langjährigen ehemaligen Referatsleiters für Museen, Gedenkstätten und Zeitgeschichte in der Berliner Kulturverwaltung, Rainer E. Klemke. Ihm geht es vor allem darum, das vorhandene, aber versprengte vielfältige Wissen über die Berliner Geschichte für jedermann nachhaltig verfügbar zu machen. Mit dem Medium für Smartphones und Tablets möchten er und seine engagierten Mitstreiter*innen gerade auch ein junges Publikum erreichen, das über diesen Weg auf Geschichtsorte und Themen trifft, von denen es überhaupt nicht wusste, dass sie interessant sein könnten. Die App ist derzeit auf Deutsch und Englisch nutzbar, wobei sich die englische Version bei allen fremdsprachlichen Geräten automatisch einstellt: berlinHistory.app

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