26.07.2026 / 12. Av 5786
01.05.2023

Jom Haschoa – 80. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto

01.05.2023

Am 18. April gedachte die Jüdische Gemeinde des Jom Haschoa und des 80. Jahrestages des heldenhaften Aufstandes im Warschauer Ghetto. Der Gemeindevorsitzende Dr. Gideon Joffe begrüßte zunächst die Schoa-Überlebenden und anschließend die Ehrengäste, unter ihnen Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Cornelia Seibeld, Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Kai Wegner, den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus sowie Aaron Sagui, den Gesandten des Staates Israel. Dr. Joffe wies in seiner Rede darauf hin, dass selbst 90 Jahre nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten und 80 Jahre nach dem Ghettoaufstand jüdische Gemeinden in Deutschland immer noch geschützt werden müssten und rief zu mehr Zivilcourage auf.
Bevor die Schoa-Überlebenden Margot Friedländer, Franz Michalski und Rudi Simonsohn, sowie Dr. Joffe, Rabbiner Ehrenberg und eine Schülerin aus dem Kinderchor der Gemeinde, der den Abend musikalisch begleitete, sechs Kerzen in Erinnerung an die sechs Millionen Ermordeten entzündeten, sprach Staatssekretärin Ana-Maria Trăsnea, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund, Worte des Gedenkens für das Land Berlin. Bei der anschließenden Kranzniederlegung am Mahnmal vor dem Gemeindehaus sang Kantor Isidoro Abramowicz El mole Rachamim und Rabbiner Yitshak Ehrenberg sprach das Kaddisch.
Von 9 bis 21 Uhr wurden zudem vor dem Gemeindehaus die Namen der 55.696 ermordeten Berliner Juden aus dem Gedenkbuch des Landes Berlin verlesen.

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