30.09.2026 / 19. Tishri 5787
01.06.2022

Jom Haschoa – 79. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto

01.06.2022

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin lud am 28. April anlässlich des Jom Haschoa und des 79. Jahrestages des Aufstandes im Warschauer Ghetto zur Gedenkveranstaltung vor dem Jüdischen Gemeindehaus Fasanenstraße ein. Am Mahnmal vor dem Gemeindehaus legten der Gemeindevorsitzende, Dr. Gideon Joffe, die Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Dr. Bahar Haghanipour, und die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund, Ana-Maria Trăsnea, Staatssekretärin in der Senatskanzlei, sowie weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Kränze nieder. Unter den Gästen waren auch der Gesandte der Israelischen Botschaft in Berlin, Aaron Sagui, die Schoa-Überlebende und Gemeinderepräsentantin Assia Gorban, die Initiatorin des Holocaust-Mahnmals Lea Rosh, der Vorsitzende der Berliner CDU-Fraktion, Kai Wegner, der Fraktionsvorsitzende der Berliner Linken, Carsten Schatz, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Derya Çaglar, sowie die Berliner Grünen-Abgeordneten Gollaleh Ahmadi und Turgut Altug.
In seiner sehr emotionalen Rede erinnerte der Gemeindevorsitzende Dr. Joffe an die sechs Millionen ermordeten jüdischen Frauen, Männer und Kinder: »Babys waren schon zum Tode verurteilt, ebenso der Greis, der im Ersten Weltkrieg fürs deutsche Vaterland gekämpft hat. Und das nur 20 Jahre später – die Schoa war ein Novum in der Menschheitsgeschichte. Wir verstehen bis heute nicht, wie dieser Hass überhaupt entstehen konnte.«
Zum Abschluss sang Kantor Isidoro Abramowicz das Totengebet »El Male Rachamim«, und Rabbiner Yitshak Ehrenberg sprach das Kaddisch.
Bereits um 9.00 Uhr begann unter dem Motto „Jeder Mensch hat einen Namen“ vor dem Gemeindehaus die Lesung der Namen der 55.696 ermordeten Berliner Juden aus dem Gedenkbuch des Landes Berlin, die bis in die Nacht hinein andauerte.

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