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01.01.2019

Heinz-Galinski-Preis für Dr. Wolfgang Schäuble

01.01.2019

Im Jüdischen Gemeindehaus wurde am 26. November 2018 der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Wolfgang Schäuble, mit dem diesjährigen Heinz-Galinski-Preis geehrt.
Der Gemeindevorsitzende Dr. Gideon Joffe wies auf die langjährige politische Karriere des CDU-Politikers hin, der seit 46 Jahren dem Bundestag angehört. Dr. Joffe verglich sie mit der Zugehörigkeitsdauer von Shimon Peres zur Knesseth, der Peres von 1959 bis zu seiner Wahl als Staatspräsident 2007 48 Jahre lang angehörte, und sagte, er sei sich sicher, dass Schäuble ihn einholen würde.
Vor allem würdigte er die Verdienste des Preisträgers: Als Bundesfinanzminister hat Wolfgang Schäuble zum ersten Mal seit Jahrzehnten einen ausgeglichenen Bundeshaushalt eingebracht und verabschiedet, der nicht defizitär war; in seiner ersten Amtszeit als Bundesinnenminister handelte er den Einigungsvertrag ebenso aus wie Zuwanderungsregelungen für Juden aus der damaligen UdSSR. 2006 initiierte Schäuble in seiner zweiten Amtszeit als Innenminister die Deutsche Islamkonferenz.
Die Laudatorin, Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, betonte in ihrer Rede, dass Schäuble in seinem gesamten Wirken ein Freund der jüdischen Gemeinschaft und Israels sei. Die Entscheidung der von ihm geleiteten Innenministerkonferenz im Januar 1991, »Juden aus der ehemaligen Sowjetunion als ‚Kontingentflüchtlinge’ anzuerkennen, markierte den Beginn der größten Welle jüdischer Zuwanderung nach Deutschland seit Gründung der Bundesrepublik – und bereitete den Weg für das heute so vielfältige jüdische Leben unseres nun wieder geeinten Landes.«
Knobloch würdigte zudem, dass es Schäuble als Bundestagspräsident vermocht habe, »durch seinen klugen und souveränen, zugleich durchsetzungsstarken und besonnenen Führungsstil (…) die Würde des Bundestages zu erhalten«. Er habe auch bereits vor über vier Jahren die AfD treffend analysiert. Sie zitierte ihn mit den Worten, dass die AFD »hemmungslos alles demagogisch missbraucht, was man missbrauchen kann«.
Charlotte Knobloch nannte Wolfgang Schäuble einen wahren und aufrichtigen Freund des Staates Israel, der für die deutsch-israelische Freundschaft »stets ein Fels in der Brandung« sei und schloß ihre Laudatio mit der Feststellung, dass die Gesellschaft Vorbilder wie Schäuble brauche, die mit einem intakten moralischen Kompass, mit Pflichtbewusstsein und einem politischen und historischen Gespür vorangehen und die Freiheit verteidigen. 

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