Berlin, 09.10.2026 – Die Jüdische Gemeinde zu Berlin muss die geplante Hauptausstellung der diesjährigen Jüdischen Kulturtage Berlin absagen. Die Gemeinde bedauert diesen Schritt außerordentlich. Grund ist eine Finanzierungslücke von 150.000 Euro, die nach der Ablehnung beantragter Fördermittel entstanden ist.
Für das Streetfood-Festival und die Eröffnungsveranstaltung der vom 12. bis 22. November stattfindenden Jüdischen Kulturtage hatte die Jüdische Gemeinde zu Berlin insgesamt 150.000 Euro aus dem Antisemitismus-Präventionsfonds beantragt. Eine Förderbedingung sieht vor, dass für die geförderten Veranstaltungen keine Eintrittsgelder erhoben werden dürfen. Entsprechend wurden beide Veranstaltungen von Beginn an kostenfrei geplant und angesetzt.
Die Förderanträge wurden jedoch abgelehnt. Damit fehlen den Jüdischen Kulturtagen nun 150.000 Euro im Gesamtbudget. Die kurzfristig entstandene Finanzierungslücke kann nicht aufgefangen werden. Als Konsequenz muss die zentrale Hauptausstellung „Super Hero“ aus dem Programm genommen werden.
„Jüdisches Leben wird politisch beschworen – und in der Realität fehlt das Geld dafür. Wenn jüdische Kultur ausgerechnet in diesen Zeiten gestrichen werden muss, ist das mehr als ein finanzielles Versagen: Es ist ein fatales politisches Signal“, so der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe.
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Die 39. Jüdischen Kulturtage Berlin 2026: Alle anderen Veranstaltungen werden wie geplant stattfinden. www.jkt.berlin