20.10.2026 / 9. Heshvan 5787
03.11.2020

Moses-Mendelssohn-Preis für Dr. Hermann Simon

03.11.2020

Alle zwei Jahre vergibt das Land Berlin den ausgelobten »Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen«. Im Jahr 2020 wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis an Dr. Hermann Simon verliehen.
Das Preisgericht, dem Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert, Leila El-Amaire, Pröpstin Dr. Christina-Maria Bammel, Joachim Hake, Ilan Kiesling und Andre Schmitz angehören, würdigt damit den Einsatz Hermann Simons als Historiker, Museumsdirektor und engagiertes Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin für die Erforschung und Veröffentlichung der jüdischen Geschichte in der geteilten und in der wiedervereinigten Stadt. Ohne ihn wäre die Neue Synagoge, das repräsentativste Bauwerk des Berliner Judentums, kaum gerettet worden und als Centrum Judaicum wiedererstanden, so die Jury.
Als Historiker sei Hermann Simon den Schicksalen von Außenseitern in den Jüdischen Gemeinden nachgegangen, er habe sich für Lebenswege zwischen den Stühlen des Assimilations- und Integrationsprozesses, auch für Verfolgte in den Grauzonen des Totalitarismus interessiert. Als Integrationsfigur habe er verstanden, zwischen Nichtjuden und Juden im »Neuen Berlin« sowie zwischen unterschiedlichen Gruppen innerhalb und außerhalb der Gemeinde souverän, bescheiden und humorvoll zu vermitteln.
Der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, der den Preis am 18. November im Roten Rathaus, an Dr. Hermann Simon verleihen wird, sagte, mit ihm »wird ein Mensch gewürdigt, der mit seinem unermüdlichen Einsatz zugunsten des Berliner Gemeinwohls auf kulturell-religiösem Gebiet zu jedweder Zeit ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt hat. Für sein immerwährendes Engagement im Einsatz für die jüdischen Institutionen in Berlin sowie seinen Bemühungen für die Verständigung zwischen den Religionen sind wir ihm außerordentlich dankbar.«

Mehr lesen

09.10.2026 Beiträge

Hauptausstellung der Jüdischen Kulturtage Berlin muss abgesagt werden
Berlin, 09.10.2026 - Die Jüdische Gemeinde zu Berlin muss die geplante Hauptausstellung der diesjährigen Jüdischen Kulturtage Berlin absagen. Grund ist eine Finanzierungslücke von 150.000 Euro, die nach der Ablehnung beantragter Fördermittel entstanden ist.

08.10.2026 Pressemitteilung

Papier ist geduldig – entscheidend ist die Zustimmung der gesamten Berliner Linken
Die heute veröffentlichten Vereinbarungen von SPD, Grünen und Linken treffen auf erhebliches Misstrauen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft Berlins.

22.09.2026 Beiträge

Statement zum Ergebnis der Berliner Abgeordnetenhauswahl
„Berlin steht vor massiven Herausforderungen"