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„Ein Leben im Spiegel der Zeit“
Beginn: 19:00
Veranstalter: Sonstige
Kategorien: Lesung, Diskussion
Erich Hellmuth Jacoby – jüdischer Rechtsanwalt und Eisenbahngewerkschaftler in Berlin bis 1933
Begrüßung: Monika Nöhre, Präsidentin des Kammergerichts
Ansprache: Michael Sommer, bis 2014 Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Gespräch: Ruth Jacoby schwedische Botschafterin und Tochter von Erich H. Jacoby, Alfred Gottwaldt, Oberkustos im Deutschen Technikmuseum Berlin, Felix Schikorski, Rechtsanwalt und Mitherausgeber der Lebenserinnerungen Erich H. Jacobys
Moderation: Nora Pester, Verlegerin Hentrich & Hentrich Verlag Berlin
Erich H. Jacoby (1903-1979), jüdischer Rechtsanwalt aus Berlin, Syndikus der Eisenbahnergewerkschaft und aktiv in der Gewerkschaftsbewegung der Weimarer Republik, flieht 1933 vor den Nazis über Dänemark und Schweden bis zu den Philippinen, wo er Zeuge der Ausbeutung der Landarbeiter wird. Nach Kriegsende ist er in führender Position bei der Welternährungsorganisation FAO in Rom für Fragen der Landreform verantwortlich. Er stirbt in Schweden, dem einzigen Land, das bereit war, ihn nach 23-jähriger Staatenlosigkeit einzubürgern. Im Berliner Kammergericht, wo Erich H. Jacoby einst sein juristisches Staatsexamen ablegte, stellt seine Tochter die im Hentrich & Hentrich Verlag Berlin in der Reihe „Jüdische Memoiren“ erschienenen Lebenserinnerungen ihres Vaters vor, und namhafte Experten diskutieren über Gewerkschaftsarbeit von der Weimarer Republik bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten.
Die Veranstalter laden im Anschluss zu einem Glas Wein und Gebäck ein.
Ort: Kammergericht in Berlin-Schöneberg, Elßholzstraße 30-33, Plenarsaal
Veranstalter: Hentrich & Hentrich Verlag Berlin, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Hans-Böckler-Stiftung, Rechtsanwaltskammer Berlin, Verein
Berliner Freundes- und Förderkreis Arbeitsrecht „Gestern, Heute, Morgen“ e. V. und Verein Forum Recht und Kultur im Kammergericht e.V.